IMG_4806-001Oft wenden sich Bürger direkt an mich, wenn sie ein Anliegen haben, und darüber freue ich mich immer sehr. Ich gebe mir stets Mühe, die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger zu verstehen, und gerne hole ich kompetente Fachleute dazu, weil ich weiß, dass Probleme gemeinsam besser zu lösen sind.

Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass für die gestrige Bereisung der drei verkehrstechnischen Brennpunkte Emmerstedt, Grasleben und Rümmer Bernd Mühlnickel, der Leiter des Geschäftsbereichs Wolfenbüttel der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Vera Breda, Geschäftsbereichsleiterin Ordnungsamt und Verkehr des Landkreises Helmstedt sowie ihre Abteilungsleiterin Straßenverkehr, Anette Pallaks-Rademacher mit mir unterwegs waren, um die Bürgermeister vor Ort zu treffen, um die Situation aus erster Hand beurteilen zu können.

In Emmerstedt trafen wir Hans-Jürgen Schünemann, der uns den beklagenswerten Zustand der Fahrbahndecke demonstrierte. Zum Glück ist Besserung in Sicht: Ab 2015 wird die Sanierung der Hauptstraße durch das Land Niedersachsen beginnen. Obwohl es sich um eine städtische Strasse handelt, wird die neue Landesregierung einen Grossteil der Kosten übernehmen.

Ortsbürgermeisterin Veronika Koch und Samtgemeindebürgermeister Gero Janze hätten in Grasleben sicher auch gern eine solche Nachricht gehört, hier wird es jedoch schwieriger werden. Hier ist das Problem der starke Verkehr, der auf der Magdeburger Straße eine erhebliche Lärmbelästigung verursacht – teilweise rollen die schweren Brummis keinen Meter entfernt zu Hunderten an den Wohnhäusern vorbei. Eltern registrieren auch voller Sorge die ständige Zunahme des rauschenden Verkehrs direkt neben Schule und Kindergarten. Eine bereits geplante Ortsumgehung, die die Grasleber sehr entlastet hätte, konnte aufgrund eines Gerichtsbeschlusses nicht verwirklicht werden. Abhilfe könnte nach Janzes Meinung auch eine Geschwindigkeitsbeschränkung bringen; die Fachleute von Land und Landkreis standen dieser Idee jedoch kritisch gegenüber und empfahlen, zunächst die Möglichkeit für eine Fortführung der Umgehungspläne in Hannover zu sondieren. Voraussetzung sei in jedem Fall eine neue Verkehrsuntersuchung, die allerdings teuer wird – jedoch werde die geplagte Kommune alles Mögliche dafür tun, so Janze. Leider, so Mühlnickel, gebe es keine Garantie, dass eine solche Untersuchung positiv ausfalle. Ich werde mich in Hannover genau erkundigen, welche Möglichkeiten es gibt, um die Umgehung neu zu planen.

Die letzte Station der Reise führte uns nach Rümmer, wo der Lärm, der durch die phasenweise sehr starke Verkehrsbelastung der Ortsdurchfahrt entsteht, die Bürgerinnen und Bürger bewegt. Samtgemeindebürgermeister Hans-Werner Schlichting und die Bürgerinitiative Rümmer berichteten, dass die Nähe zum Volkswagenwerk viele Zuliefererfahrzeuge mit sich bringt. Die engagierten Menschen vor Ort haben mich sehr beeindruckt; ich kann aus eigener Erfahrung nachvollziehen, wie störend eine Karawane von Lastwagen sein kann, die direkt am Haus vorüberfährt. Das Problem hier: Eine Lärmbelästigung allein ist nach Auskunft der Fachleute nicht immer ausreichend für Maßnahmen wie eine Tempo-30-Zone, die die Initiative fordert. Ich hatte meine Hausaufgaben gemacht und brachte Geschwindigkeitstrichter (Schrittweise Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit schon vor der Ortsgrenze durch Schilder) und Schwenkungen der Fahrbahn zur Verkehrsberuhigung ins Gespräch. Herr Mühlnickel meinte, dass eine Schwenkung wohl machbar sei – allerdings müsse die Kommune die Kosten hier alleine tragen. Er wies uns allerdings darauf hin, dass das eigentliche Problem die Magistrale A2 sei; der gewaltige Verkehr werde bei Stau oder ähnlichen Problemen immer Auswirkungen auf die anliegenden Ortschaften haben. Auch hier könnte eine Verkehrszählung die Grundlage für eine Lösung liefern. Es haben sich in diesem guten Gespräch einige Lösungsansätze ergeben, wenn ich auch keine falschen Hoffnungen wecken möchte: Die Aussagen der Verwaltungsfachleute deuten nicht auf schnelle Lösungen hin. Das heutige Gespräch war aber ein Schritt in die richtige Richtung; eine solche Aufgabe erfordert Kooperation, für die ich sehr gern zur Verfügung stehe.

Im Abschluss möchte ich Frau Breda, Frau Pallaks-Rademacher und Herrn Mühlnickel für ihre kompetente Unterstützung danken.

Besuch dreier Brennpunkte im Straßenverkehr

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