BRV-Zeitung 17102014 001Im Frühjahr 2015 soll das neue Schulgesetz für Niedersachsen beschlossen werden. Es berücksichtigt insbesondere den demographischen Wandel (immer weniger Kinder), die gesellschaftspolitische Realität und die Wünschen vieler Schüler/innen und Eltern und eröffnet deutlich bessere Chancen für die zukünftige Generation. Im Landkreis Helmstedt schafft das Gesetz die Voraussetzungen, um die Schullandschaft in unseren Städten  und Gemeinden zukunftsfähig zu organisieren!

Die Einführung eines modernen, veränderten Abiturs nach 13 Jahren bedeutet für unsere drei Gymnasien in Helmstedt und Schöningen neue Möglichkeiten: Gymnasien haben jetzt Chancengleichheit, weil das Abitur nach dreizehn Jahren nicht nur mehr an Gesamtschulen abgelegt werden kann. Eltern, die ihren Kindern das sogenannte Turbo-Abitur nicht zumuten wollen, haben die freie Auswahl (das Abitur nach 12 Jahren bleibt weiterhin möglich). Ich halte das für einen deutlichen Erfolg sozialdemokratischer Bildungspolitik.

Die Schullaufbahnempfehlung nach der 4. Klasse in der Grundschule wird abgeschafft, sie war in der Prognose nicht nur sehr ungenau, sondern hat vor allem einen erheblichen Druck auf die noch jungen Schülerinnen und Schülern aufgebaut – weg damit! Ein nachhaltigeres, stressfreies und erfolgreicheres Lernen wird so ermöglicht. Es sind zudem immer noch viele Schülerinnen und Schüler benachteiligt, die sich erst später entwickeln. Und das sind nicht wenige!

Der Elternwille ist für die Regierungskoalition entscheidend. Er ist Kern sozialdemokratischer Bildungspolitik, die für Chancengerechtigkeit sorgt und keine Entwicklungsmöglichkeiten verhindert.

Die Benachteiligungen von Gesamtschulen durch die vorherige CDU/FDP-Regierung werden mit dem neuen Schulgesetz endgültig beendet. Wie für die Oberschule wird auch die Gesamtschule für Haupt- und Realschulen ersetzende Schulform. Das Gymnasium, das von der großen Mehrheit der Schüler/innen gewählt wird, bleibt unangetastet. Es muss in zumutbarer Entfernung erreichbar sein. Und darüber entscheidet allein der Schulträger.
Insgesamt ist das neue Schulgesetz die Modernisierung der Bildung und spiegelt die Realität in unserem Land wider. Bildung im 21. Jahrhundert heißt für uns mehr Chancengleichheit, längeres gemeinsames Lernen und vor allem ein Ganztagsangebot, das die Lebenswirklichkeiten in den Familien berücksichtigt. Und diese Anpassungen sind überfällig!

Ihr Uwe Strümpel

Chancen verbessern – Zukunftsoffensive Bildung

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